Kontakt
TPG Tierärztliche Praxisgemeinschaft Passail OG
Weizer Straße 13
A-8162 Passail
Tel: +43 (0) 3179 23120-0
Fax: +43 (0) 3179 23120-4
E-Mail: praxis@almenlandtierarzt.at
Ordination und Hausapotheke
Öffnungszeiten
Mo bis Fr: 08:00 bis 12:00 Uhr
Di und Do: 16:00 bis 19:00 Uhr
Sa: 08:00 bis 11:00 Uhr
Hinweis Kleintierordination:
Um Wartezeiten aufgrund von Operationen und Hausbesuchen zu vermeiden, bitten wir Sie um kurze telefonische Terminvereinbarung.
Außerhalb unserer Kleintierordinationszeiten wenden Sie sich bei einem Notfall bitte an die nächste geöffnete Kleintierordination,- oder Klinik.
Aktuell
FACHVORTRAG Nutztiere am 18.1120. Oktober 2026 - 15:00
SHAMONDA VIRUS20. Oktober 2026 - 14:53
WEST NILE VIRUS10. Dezember 2024 - 10:30

FACHVORTRAG Nutztiere am 18.11
Einladung zum
Fortbildungsabend für Landwirte
Mittwoch, den 18. November 2026 um 19:00 Uhr
Gasthof Donner in Fladnitz an der Teichalm
„Mastitis Erreger im Focus“
Dr. Philipp Kukla, Böhringer Ingelheim
Welche Mastitis Erreger spielen derzeit eine wichtige Rolle? Welche Herausforderungen ergeben sich
für den Betrieb und welche Möglichkeiten gibt es, Mastitis gezielt vorzubeugen und zu behandeln?
„Herausforderungen in der Rinderpraxis“
Mag. med. vet. Matthias Graf
Ein praxisnaher Einblick in Themen, die Tierhalter und Tierärzte in der Rinderpraxis betreffen –
Erfahrungsaustausch und Lösungsansätze aus dem Praxisalltag.
Im Anschluss gibt es die Möglichkeit für einen fachlichen
Austausch.
Die Teilnahme an dieser Veranstaltung wird vom Tiergesundheitsdienst
als Weiterbildung mit einer Fortbildungsstunde anerkannt.
Diese Veranstaltung findet mit Unterstützung der
Firma Böhringer Ingelheim statt.
SHAMONDA VIRUS
„Shamonda-like“ Virus
Steckbrief
Anfang August 2026 meldeten das deutsche Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) und das Institut für Virologie und Immunologie (IVI) in der Schweiz zeitgleich den Nachweis eines neuartigen Orthobunyavirus in Rindern aus mehreren Rinderbeständen in Süddeutschland und der Schweiz. Mitte August 2026 erfolgte zeitgleich der erste Nachweis des SHLV in zwei österreichischen Rinderbetrieben in den Bundesländern Vorarlberg und Oberösterreich. Mittlerweile wurde die Infektion auch bereits in Tirol, Salzburg, Steiermark, Kärnten und Niederösterreich nachgewiesen. Mit einer weiteren Ausbreitung ist zu rechnen. Das SHLV wird ebenso wie das hierzulande seit 2012 vorkommende Schmallenbergvirus (SBV) und das Virus der Blauzungenkrankheit über Gnitzen übertragen und die Infektion kann zu fieberhaften Allgemeinerkrankungen mit Fressunlust, Durchfall und Milchleistungsrückgang führen, aber auch zu Aborten und Missbildungen bei neugeborenen Kälbern, Lämmern und Zicklein. Menschen sind für die Infektion in Analogie zu SBV und Shamonda Virus vermutlich nicht empfänglich, das muss allerdings erst durch weitere Untersuchungen auch für das SHLV bestätigt werden.
Wirtstiere
In Analogie zu SBV und Shamondavirus vermutlich Haus- und Wildwiederkäuer; auch Pferde;
Infektionsweg
Die Übertragung erfolgt vermutlich durch den Biss von Gnitzen bzw. auch von infizierten Muttertieren auf die Feten.
Inkubationszeit
In Analogie zu SBV vermutlich wenige Tage bis zu den ersten Anzeichen einer Erkrankung.
Symptomatik
Durchfall, Fieber und Milchleistungsrückgang wurden bisher beschrieben. Ob es beim SHLV auch wie bei SBV und Shamondavirus zu Aborten und Missbildungen bei Jungtieren kommen kann, ist noch nicht geklärt.
Therapie
Es gibt keine ursächliche Therapie. Erkrankte Tiere können unterstützend mit fiebersenkenden und entzündungshemmenden Medikamenten behandelt werden.
Vorbeugung
Derzeit gibt es für das SHLV noch keine Impfstoffe auf dem Markt. Vorbeugung durch das Auftragen von Präparaten wie „Spotinior“ bieten einen gewissen Schutz.
Situation in Österreich
Infektionen wurden in Vorarlberg, Oberösterreich, Tirol, Salzburg, Steiermark, Kärnten und Niederösterreich nachgewiesen. Mit einer weiteren Ausbreitung ist zu rechnen.
Nachweise beschränken sich in Österreich bisher ausschließlich auf Rinder. Die Erkrankung ist nicht meldepflichtig. Es erfolgen keine amtlichen Untersuchungen auf das Virus und der diagnostische Nachweis hat keine behördlichen Bekämpfungsmaßnahmen zur Folge.
Quelle: AGES